Tamara

Geboren und aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt in Thüringen der ehemaligen DDR.

 

Mit 21 Jahren, entschloss ich mich – recht spontan und durch die Entschlossenheit meines damaligen Freundes, meine Heimatsstadt zu verlassen und nach Süddeutschland umzusiedeln. Es war eine sehr aufregende Zeit, denn wir waren nur mit einem Koffer und ein bisschen Geld unterwegs und keiner wusste, was auf uns zukommt.

 

Nach 3 Jahren beendeten wir unsere Beziehung. Er ging wieder zurück nach Thüringen und ich blieb in Süddeutschland.

 

Ich lebte gerne da wo ich war. Ich hatte Freunde, Arbeit, Wohnung, alles was man so braucht. Allerdings begann ich zu dieser Zeit (und das wurde mir erst Jahre später wirklich bewusst) mich zu verändern, zu verbiegen, mich sehr stark anzupassen und dass sollte mich nach fast 30 Jahren wieder einholen.

 

Mit 40 Jahren, sollte ich plötzlich wachgerüttelt werden und mein Körper ging in den Streik. Er knockte mich richtig aus! Nichts ging mehr, noch nie hatte ich so eine Angst und fühlte mich so alleine. Erst da wurde mir bewusst, was ich die Letzen 20 Jahre meinen Körper angetan hatte. Ich hatte nur noch für meine Arbeit gelebt, nur noch gekämpft immer besser zu werden, um es meinen Mobbern zu zeigen! Sogar in der Nacht war ich an der Arbeit, in Gedanken! Es ging so weit, dass ich über 2 Jahre nie mehr als höchstens 4 Stunden geschlafen hatte, weil ich nicht mehr abschalten konnte.

 

Mein Arzt war mit mir etwas überfordert. Wie so oft verschrieb er mir erst einmal ein Antibiotikum, um mir nach 3 Tagen zu berichten, dass ich organisch kerngesund sei. Auf meine Frage, ob ich nicht ein Born out hätte, antwortete er nur damit, dass ich dafür viel zu jung wäre. Ein neues Antibiotikum wurde mir verschrieben, da das Erste keinerlei Wirkung zeigte, aber auch mit diesen, blieb eine Wirkung und Verbesserung meines Zustandes aus. Ich kam mir vor, wie ein Hypochonder. So kam es, wie schon so oft in meinen Leben, ich mobilisierte meine letzten Kräfte und ging nach 2 Wochen wieder arbeiten. Dies sollte sich als grossen Fehler herausstellen. Denn mein Körper schickte mir weitere Signale, obwohl ich wirklich vom Gas gegangen war. Es war ja nicht nur die Arbeit, auch mein Privatleben war schon jahrelang ein ständiges auf und ab. So kam es, dass nach 2 Monaten, meine Gebärmutter innerhalb kürzester Zeit so mit Zysten und Myomen zugewuchert war, dass man mir nahelegte, diese entfernen zulassen (mit meinem heutigen Wissensstand, würde ich das nie mehr machen lassen).

 

Es kam noch schlimmer. Ich verlor meine Arbeit und egal wo ich mich beworben hatte, es kamen nur absagen.

 

Nach einem dreiviertel Jahr, bekam ich wieder so ein beklemmendes Gefühl, dass ich mich nur noch im Kreis bewege. Ich beschloss eine Psychologin aufzusuchen, in der Hoffnung, dass sie mir sagen kann, was ich tun soll.

 

Das tat sie natürlich nicht! Aber, was ich in den 6 Stunden über mich kennen gelernt hatte, war unfassbar und es zeigte sich mir einfach so, es sprudelte aus mir heraus und dass nur, weil sie mich nach meiner Kindheit gefragt hatte.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt, hatte ich immer behauptet und voller Überzeugung erzählt, dass ich eine schöne Kindheit hatte. Tja, dass war die grösste Lüge meines Lebens.

 

Diese Erkenntnis sollte aber mein Leben wieder ins rollen bringen. Innerhalb kürzester Zeit bekam ich wieder einen Job und es sollten noch weitere Veränderungen kommen. Mit dem neuen Job, war die Bedingung geknüpft, dass ich innerhalb eines halben Jahres in die Schweiz ziehen müsste. (Im nach hinein, wurde ich ja richtig gezwungen in die Schweiz zu ziehen!)

 

Und so kam ich 2010 in die Schweiz.

 

Mein Leben veränderte sich drastisch, denn ich begann mich plötzlich mit Körper, Geist und Seele zu beschäftigen. Etwas ganz Neues für mich, denn vorher gab es nur schwarz oder weiss für mich, was man nicht sieht, was man nicht mit dem Verstand erklären kann, existiert nicht.

 

In den vielen Jahren, seit damals, habe ich einige Ausbildungen und Seminare absolviert. In dieser Zeit, habe ich sehr viel über mich gelernt. Zum Beispiel, warum mein Leben so verlaufen ist, was meine anerzogenen und auch abgeschauten Glaubenssätze für Reaktionen im Aussen erzeugt hatten und ich hatte mir das Leben damit ziemlich schwergemacht.

 

Diese Jahre waren voller Erkenntnisse, viele Aha-Erlebnisse und weithin Enttäuschungen. Vor allem von Menschen, von denen ich glaubte, dass sie besonders gute Menschen sind. Auch verschiedene Muster wiederholten sich immer noch, privat sowie beruflich.

 

2017 war ich wieder an einem Punkt angelangt, an dem mein Körper mir immer wieder Signale schickte und ich mich unwohl fühlte. In meiner damaligen Arbeitsstelle wurde es zunehmend immer schwieriger für mich. Da kam dann der Moment, an dem ich eine Entscheidung treffen durfte. Entweder alles tapfer Ertragen und gutes Geld verdienen, oder kündigen und eine Selbständigkeit aufbauen im Coachingbereich.

 

Ich sprang ins kalte Wasser und entschied mich für die Selbstständigkeit. Schliesslich habe ich mir sehr viel Wissen in den letzten Jahren angeeignet und meine ganz persönlichen Erfahrungen, welche ich in meinem Leben sammeln durfte, sind sowieso mein grösster Schatz.

 

Schon im Freundeskreis wurde ich sehr oft als Lebensberater oder sogar Partnerschaftsberater herangezogen.

 

«UND DA BIN ICH.»

 

Mit viel Mitgefühl und Verständnis für die Bedürfnisse und Sorgen meiner Klienten, begleite ich sie ein Stück ihres Weges. Ich bin sehr darauf bedacht, keine Abhängigkeit entstehen zu lassen. Ich bringe die Dinge mit ihnen ins Rollen, ich stupse an und jeder findet seinen eigenen Weg und aktiviert somit auch seine Selbstheilungskräfte.